Motius

Motius ist ein einzartiges R&D Unternehmen aus München, dessen Fokus auf den neusten Technologien liegt. Durch einen Pool von Elite-Studenten, akademischen Forschern und jungen Ingenieuren löst es technische Probleme und entwickelt Produkte für seine internationale Partner und Kunden.

In den letzten 5 Jahren wurde aus einem studentischen Start-Up einer der am schnellsten wachsenden Start-Ups in Deutschland. Mit einer aufstrebenden Vision, jungen kreativen Talenten und bereits vielen erfolgreichen Projekten hinter sich, hat Motius sich zum Ziel gesetzt, die weltweit beste Organisation für Techies zu werden.

Interview mit Sören Gunia, Co-Founder von Motius

Was ist die Vision von Motius?
Wir möchten einen der besten, wenn nicht sogar den besten Arbeitsplatz für junge Techies bauen. Bei Motius arbeitest du am Puls der Zeit in High-Tech Themenfeldern und hast durch viele verschiedene Projekte eine steile Lernkurve. So wie früher viele ambitionierte Talente zu großen Beratungen gegangen sind, gehen jetzt und in Zukunft die besten Techies zu Motius.

Ein Unternehmen zu gründen ist ein riskanter Schritt, trotzdem seid Ihr ihn gegangen. Wie seid Ihr mit den Anforderungen bzw. Erwartungen an Euch umgegangen?
Damals waren wir noch Studenten, d.h. wir hatten eigentlich nicht so viel zu verlieren. Uns war klar, dass alle Erfahrungen, die wir sammeln würden, auch im Falle des Scheiterns ein unglaublicher Schatz sind und dass die Lernkurve im Vergleich zu anderen Wegen enorm steil sein würde. Dieses Mindset macht dich ein stückweit frei.

Angenommen Ihr würdet nochmal gründen, was würdet Ihr anders machen?
Haha, heute nochmal zu gründen hätte sicher viele Vorteile. Das ganze Ökosystem in München und Deutschland ist in den letzten 5 Jahren stark gewachsen und bietet jungen Teams viel mehr Unterstützung. Außerdem ist das Bewusstsein für Entrepreneurship in der Gesellschaft gestiegen. Rückblickend betrachtet gibt es natürlich immer viele kleinere Entscheidungen (z.B. Personalentscheidungen oder Kundenprojekte) die man anders treffen würde – aber im großen und ganzen haben wir das meiner Meinung nach schon echt gut hinbekommen.

Ihr habt bereits einige spannende Projekte durchgeführt. Was war für Euch das Interessanteste?
Schwierige Frage. Eines der spannendsten war sicher das HoloActive Touch Projekt mit BMW. Dort haben wir ein holographisches Display mit haptischem Feedback entwickelt. Das heißt, dass der Fahrer im Auto anstelle eines Displays ein Hologramm in der Luft angezeigt bekommt – wie bei Star Wars. Dieses Hologramm wird durch einen speziellen Spiegel erzeugt. Eine Gestenerkennungskamera kann bestimmen, wo sich die Hand des Fahrers befindet und so feststellen, welchen Button der Fahrer drücken möchte. Via Ultraschall wird dann ein Impuls ausgestrahlt, der dem Fahrer ein haptisches Feedback simuliert. Am Ende konnten wir diesen Prototypen auf der CES in Las Vegas vorstellen, was auch nochmal ein Highlight war. Auf YouTube gibt es ein paar Videos, die das System zeigen.

Wie können wir uns die Zusammenarbeit zwischen Euch und Euren Klienten vorstellen?
Zentral ist zu Beginn unser Think Tank. Dort werden aus Hypetechnologien und Buzzwords erste Produktideen und -visionen kreiert und mit dem potenziellen Kunden besprochen. Genau diese Fähigkeit und dieses Know-How schätzen unsere Kunden sehr an uns. Als Think Tank Manager ist man bei Motius einer Art Vordenkerrolle, Innovationsconsultant und Business Developer gleichzeitig. Basierend auf diesen Konzepten vereinbaren wir ein Product Backlog – was das zukünftige Produkt können soll. Dann arbeiten wir agil im zweiwöchentlichen Sprint zusammen und passen die Anforderungen den technischen Gegebenheiten oder geänderten Kundenwünschen an.

Jetzt gibt es Euer Unternehmen noch nicht so lange, trotzdem würde uns Eure Perspektive interessieren. Wo steht Motius heute und wo seht Ihr es in ein paar Jahren?
Aktuell ist Motius auf dem süddeutschen Markt stark vertreten. Das Büro in Stuttgart ist noch im Aufbau. Parallel dazu haben wir vor einigen Jahren einen Standort in Dubai (UAE) eröffnet, um dort am Puls der Zeit Technologien und Engineering „made in Germany“ zu platzieren. Das ist erst der Anfang. Motius wird aufgrund unserer Struktur immer ein Unternehmen sein, dass sich zyklisch an neue Technologietrends anpasst und damit weltweit Unternehmen voranbringt, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren müssen, die nicht die richtigen Prozesse und das Mindset für Emerging Tech haben, und die ihre Innovationszyklen ankurbeln müssen. In ein paar Jahren gibt es wahrscheinlich keinen Innovationsmanager in einem großen oder mittelständischen Unternehmen mehr, der sich nicht schonmal gedacht hat: „Puh, verrückter Scheiß – lass uns dazu mal Motius anrufen.“

Wir bedanken uns für den Einblick und wünschen Euch viel Erfolg!

Source Bilder: Motius